Über nichts schreiben, als was meine Augen sehen

Die deutsche Wehrmacht überfiel am 1. September 1939 Polen. Während zahlreiche Menschen aus dem besetzten Warschau fliehen, entscheidet Aurelia Wylezynska sich dafür zu bleiben und beginnt, Tagebuch über ihre Eindrücke zu führen. Ihre Aufzeichnungen Über nichts schreiben, als was meine Augen sehen beginnen am 10. August 1939 und enden am 29. Juni 1944. So erlebte sie die Vorbereitungen zum Warschauer Aufstand mit und wird am 3. August 1944 auf dem Weg vom Krankenhaus, wo sie als freiwillige Helferin tätig war, von einer Kugel getötet. Ihre Erfahrungen und Reflektionen bieten eindringliche Erfahrungen. Die erfahrene Journalistin und Schriftstellerin verschwieg nichts und blickte auf den Alltag mit nüchternem Blick. Dabei sparte sie nichts aus: menschliche Schwächen, ihre Verführbarkeit, ihren Opportunismus oder auch Verrat. Wem konnte man noch trauen? – Das bedeutende und beeindruckende Zeitdokument ist eine Empfehlung ab mittleren Büchereien.

Michael Müller

Michael Müller

rezensiert für den Borromäusverein.

Über nichts schreiben, als was meine Augen sehen

Über nichts schreiben, als was meine Augen sehen

Aurelia Wylezynska ; aus dem Polnischen übersetzt von Bernhard Hartmann
Ch. Links Verlag (2024)

331 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 619982
ISBN 978-3-96289-225-8
9783962892258
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Bi, Ge
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