Tod am Aphrodite-Felsen
Sofia Perikles hat ihr Elitestudium in England abgeschlossen und kehrt in ihre Heimat Zypern zurück. Dort erwartet sie nach der Übernahme der politischen Macht durch die Sozialisten jedoch nicht die erwartete Stelle im Innenministerium, sondern die
einer Polizistin in einem kleinen Provinznest nahe der türkischen Grenze. Und obwohl Sofia weder Erfahrung mit Polizeiarbeit noch den Umgang mit der Schusswaffe erlernt hat, stürzt sie sich sofort auf die Ermittlungen im Fall eines verunglückten Fahrzeugs am Aphroditefelsen. Blauäugig nimmt sie es mit Vorgesetzten und Verbrechern auf, wobei ihr jedoch immer wieder das Unwahrscheinliche gelingt und sie alle heiklen Situationen bravourös meistert. Der Krimi unterhält gut. Das liegt zum einen an dem Charme der Protagonisten, der einfühlsamen Darstellung von Land und Leuten und dem sich sofort einstellenden Zypern-Feeling. Und zum anderen an dem ausgesprochen überzeugenden Vortrag durch Julia Nachtmann, der es gelingt, die unterschiedlichen Charaktere überzeugend zu repräsentieren. Unterhaltsamer Hörgenuss für HörerInnen, denen die Atmosphäre wichtiger ist als atemberaubende Spannung und Realismus.
Gabriele Güterbock-Rottkord
rezensiert für den Borromäusverein.

Tod am Aphrodite-Felsen
Yanis Kostas. [Sprecherin:] Julia Nachtmann
audio media (2019)
5 CD (ca. 374 Min.)
CD