Die kleine Zikade und der alte Ochs
Auf einem Hang am Fuß des Berges lebt ein alter Ochse. Er muss nicht mehr arbeiten und kann seiner Wege gehen. Als er auf eine Weide am Berghang möchte, warnt ihn eine Zikade: "Es brennt! Geh nicht weiter!" Doch der Ochse ignoriert sie, bis sie ihn
sticht und er sie wütend bis zum Flussufer verfolgt. Da sieht er plötzlich, dass der ganze Berghang brennt, und er begreift, dass die Zikade ihn gerettet hat. Von diesem Tag an sind beide unzertrennlich. Am Ende des Sommers spürt die Zikade, dass sie bald sterben wird, und sie bittet den Ochsen, auf ihre Brut aufzupassen, die an den Wurzeln eines Apfelbaumes ruht. Der Ochse erfüllt ihren Wunsch und kümmert sich jahrelang um den Schutz des Baumes, bis eines Tages die jungen Zikaden schlüpfen. Dann legt er sich selbst zufrieden nieder und schläft ein … Das poetische Bilderbuch erzählt eine einfühlsame Geschichte über eine "Lebensschuld", aus der Dankbarkeit und Verantwortungsbewusstsein hervorgehen. Die Bilder sind in zarten, pastelligen Farben gehalten und erinnern an alte chinesische Aquarelle. Ein lyrisches Märchen, das kulturübergreifend funktioniert und mit Kindern in verschiedenen Altersgruppen gelesen werden kann. Überall passend und einsetzbar.
Vanessa Görtz-Meiners
rezensiert für den Borromäusverein.
Die kleine Zikade und der alte Ochs
Cao Wenxuan ; illustriert von Britta Teckentrup ; Übersetzung: Nicola T Stuart
Verlagshaus Jacoby & Stuart (2023)
[48] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4