Die Geschichte der Schrift
Um Wissen weitergeben zu können, sind Schriften und Schriftzeichen schon seit Urzeiten von besonderer Bedeutung gewesen. Wie unsere Vorfahren das Problem der Wissensvermittlung gelöst haben und unterschiedliche Möglichkeiten entwickeln haben, Dinge
für die Nachwelt festzuhalten, zeigen die beiden russischen Autorinnen und Illustratorinnen auf eine sehr unterhaltsame, informative und bildliche Art und Weise. Der:die Leser:in wird mitgenommen in die frühe Menschheitsgeschichte mit Höhlenzeichnungen und Keilschriften auf Tontafeln, lernt die Herstellung von Papier aus Papyrus kennen und in der Folge auch die Entwicklung von Alphabeten aus Griechenland, Fernost und slawischen Ländern. Die Entstehung von Büchern und Buchdruck, speziell auch von Kinderbüchern, bis hin zur Gegenwart mit digitaler Schrift runden das Thema ab. Relativ kurze, sehr informative Textabschnitte bilden den informativen Hintergrund für die ansprechende, lebendige Illustration. Zwischendurch stellen sich klassische Autoren wie die alten Griechen oder Helden des Mittelalters wie Lancelot oder Tristan und Isolde oder der englische Schriftsteller Tolkien vor, die in Sprechblasen verkünden, was es über sie zu wissen gibt. – Die Texte sind für Kinder ab 10 bis 12 Jahren gut verständlich, und zusammen mit den wunderbaren Illustrationen ein ausgesprochenes Leseerlebnis. Gerne allen Büchereien empfohlen.
Annemarie Schreibert
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Geschichte der Schrift
Ekaterina Stepanenko ; Illustrationen von Natalja Jaskina ; aus dem Russischen von Edmund Jacoby
Verlagshaus Jacoby & Stuart (2024)
63 Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10