Jefferson ärgert sich
Bevor der Igel Jefferson sein Studium als Stipendiat in der Menschenwelt in Domburg antreten kann, gerät er in ein gefährliches Abenteuer mit seinem Freund, dem Schwein Gilbert. Gemeinsam mit dem Biber Martial retten sie den taubstummen Kater Emil
nach einem gewalttätigen Überfall. Warum wurde dieser seines Fotoapparates beraubt und wer hat ihn so brutal zusammengeschlagen? Eichhörnchen Agathe hilft den Freunden bei der Recherche nicht nur als Gebärdenübersetzerin, eine heiße Spur zu finden. Diese führt zu einer Deponie im Land der Tiere, auf der die Firma VERÖKO (Verantwortliche Ökologie) Schadstoffe entsorgt. Die Freunde werden entdeckt, geraten in Lebensgefahr, erhalten aber Hilfe von unerwarteter Seite. Später wird es für sie und andere tierische Bekannte noch einmal brenzlig, doch am Ende geht es den Umweltsündern an den Kragen. Die spannende Story, sehr abwechslungsreich mit Dialogen, inneren Monologen, Zettel- und Mailnachrichten sowie Hörspiel-Elementen gestaltet, wird atmosphärisch hervorragend durch Schwarz-Weiß-Zeichnungen in Szene gesetzt. Wie in den Vorgängerbänden (zuletzt: Jefferson tut, was er kann, in BP/mp nicht bespr.) weckt Mourlevat auch hier wieder kindgerecht und mit viel Humor das Bewusstsein für gesellschaftliche Missstände. Hier thematisiert er die Problematik der Müllentsorgung. Darüber hinaus werden die jungen Leser:innen auch für die Probleme der Gehörlosen sensibilisiert. – Ein sehr gelungenes und äußerst empfehlenswertes Werk, das unabhängig gelesen werden kann.
Margit Düing Bommes
rezensiert für den Borromäusverein.
Jefferson ärgert sich
Jean-Claude Mourlevat ; mit Bildern von Antoine Ronzon ; aus dem Französischen von Edmund Jacoby
Verlagshaus Jacoby & Stuart (2025)
Jefferson
206 Seiten : Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10