Es geht um die Kinder
Die "erste" Konferenz der Tiere hat Erich Kästner 1949 beschrieben. Ging es hier, nach den Erfahrungen zweier Weltkriege, um den Weltfrieden, den die Tiere auf ihre Weise von den Menschen vertraglich abgesichert haben wollten, geht es in der "neuen"
Konferenz um die Klima- und Umweltkrise der Erde. Die Tiere stellen in ihren Lebensräumen immer weitere Verschlechterungen fest: Luftverschmutzung, Abholzung, Artensterben, aber auch Kriege, Überbevölkerung und natürlich Klimawandel. Alle diese Probleme sind von Menschen gemacht und so ist es eine logische Folge, dass die Tiere aufbegehren und sich mit dem Slogan "Es geht um unsere Kinder" 75 Jahre nach der ersten Konferenz erneut in das Handeln der Menschen einmischen und durch angepassten Druck eine Einigung erreichen. Der Text ist sehr umfangreich und nimmt ausdrücklich Bezug auf die Kästnersche Vorlage. Er wird von vielen kleineren bis doppelseitigen, sehr abwechslungsreichen Illustrationen begleitet und durchbrochen, sodass es auch für ältere Kinder sehr attraktiv ist, sich das Buch anzuschauen. Ein wichtiges Zukunftsthema, ansprechend dargeboten: allen Beständen gerne empfohlen, für Kinder ab 5 Jahren.
Birgit Karnbach
rezensiert für den Borromäusverein.
Es geht um die Kinder
Judith Drews
Verlagshaus Jacoby & Stuart (2024)
[48] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5