Karate police
Nachdem die Mitglieder der Karatepolizei den gefährlichen Einhornkönig zur Strecke gebracht haben, jagen sie die Doodas. Diese Verbrecherbande hat süße, kleine Welpen entführt. So machen sich Eierkopf und Katze an das Lösen des Falls. Das Besondere
an diesem liebenswerten, fantasievollen Manga ist das Autorenduo. Yuna, acht Jahre alt, hat die Story erfunden, ihr Papa hat die Illustrationen entworfen. Die Geschichte spiegelt die Erzählweise eines Kindes wider. Der kreative Prozess scheint durch, die Erzählung ist impulsiv und verspielt. Leseerfahrungen eines Kindes werden sichtbar. Der zerbrechliche Held Eierkopf ist von Humpty Dumpty inspiriert. Panels mit Szenen, die durch ausführliche Erläuterungen über viel Text verfügen, wechseln mit Actionszenen ab, die ohne Text auskommen. Die durchweg zarten, farbigen Zeichnungen sind klar, die Charaktere werden als Menschen oder Fantasiewesen und somit deutlich unterscheidbar gezeichnet. Die Hintergründe sind flächig und lassen den Protagonisten Raum. Ein unterhaltsames Lesevergnügen, vielleicht nicht nur für Kinder.
Ursula Reich
rezensiert für den Borromäusverein.
Karate police
Yuna Sommer Rakhmanko - Geschichte und Character Design ; Mikkel Sommer - Zeichnungen
avant-verlag (2023)
[unpaginiert] : farbig
kt.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8