Rufus
Frenk Meeuwsen ist ein niederländischer Comiczeichner, der mit seiner Frau und seinem aufgeweckten Sohn Rufus ein glückliches Leben in seiner Kleinfamilie führt. Durch einen plötzlichen Herzinfarkt gerät dieses Glück in große Gefahr. In allegorischen
Bildsequenzen, oftmals Bilder eines Ertrinkenden und Unterwasserszenen, schildert der Autor seine Ängste, die lebensbedrohliche Situation, die mit Nahtod-Erfahrungen verbunden ist, sowie die sich anschließende Behandlung, die langsame Rückkehr ins Leben und nach Hause zu seiner Familie. Texte werden dabei oftmals nur sparsam eingesetzt. Diese einfühlsam geschilderte autobiografische Erzählung thematisiert somit exemplarisch, wie das private Glück in einer Familie durch einen plötzlichen Schicksalsschlag zerstört werden kann, und regt, so der Klappentext des Buches, zum "Nachdenken über die Unwägbarkeiten des Lebens" an. Die Lektüre verlangt dabei von den Lesenden, dass sie in der Lage sind, die eigenständigen, textarmen Bildsequenzen zu decodieren. Für große Bestände lohnend.
Siegfried Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Rufus
Frenk Meeuwsen ; aus dem Niederländischen von Katharina Herzberg
avant-verlag (2025)
133 Seiten : farbig
kt.