Die Zukunft leuchtet hervor
Während der Maler Slava mit seinem Schwarm Nina versucht, ein Bergwerk in den Karpaten für die notleidende Belegschaft in Gang zu bekommen, bekommt sein verschlagener Freund Lawrin Ärger mit kriminellen Geschäftspartnern. Der Angriff kostet ihn
zunächst zwei Finger und später eine ganze Hand. Anstatt sich bei seinen Rettern zu bedanken, verschwindet der Gauner jedoch mit deren Ersparnissen. Dank einer wohlhabenden Gönnerin und trickreichen Geschäften fällt Lawrin wieder auf die Füße. Für einen Hintermann versucht er, der Mine seiner Freunde habhaft zu werden. In der Fortsetzung (vgl.: BP/mp 24/181) der bissigen Krimi-/Sozialsatire zum Ausverkauf des Sozialismus spitzt sich die Lage für die Protagonisten weiter zu. Es zeigt sich für die idealistische Nina, dass man letztlich niemandem trauen kann. Pierre-Henry Gomont entwirft mit nervöser Grafik das scharfe Bild einer Gesellschaft aus Neid, Machtstreben und Korruption, in der Werte wie Freundschaft und Vertrauen immer mehr auf der Strecke bleiben. Ein lesenswerter Poltitkrimi zwischen Liebe und Intrigen.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Zukunft leuchtet hervor
Pierre-Henry Gomont ; aus dem Französischen von Resel Rebiersch
schreiber&leser (2024)
Die neuen Russen ; 2
108 Seiten : farbig
fest geb.