Der mächt'gen Geier Fraß
Die idealistische Nina und ihr zupackend-sturer Vater versuchen, ein Bergwerk in den Karpaten als genossenschaftlichen Betrieb zu halten. Doch wirtschaftlich stoßen sie bald an ihre Grenzen, zumal ein verschlagener Geschäftsmann im Hintergrund die
Fäden zieht. Dagegen feiert Maler Slava erste Erfolge in der Kunstwelt, die allerdings nicht von ungefähr kommen. Sein Freund, der Gauner Dimitri Lawrin, landet nach einem katastrophalen Talkshow-Auftritt im Abseits. Der gewalttätige Konflikt um die Mine führt die Wege des Quartetts wieder zusammen. In einer nur auf Gewinnstreben, Neid und Gewalt ausgerichteten Gesellschaft können idealistische Werte und Liebe nicht bestehen. Mit einem dritten und letzten Teil (vgl.: BP/mp 24/181, 769) schließt Pierre-Henry Gomont seinen sozialkritischen Politkrimi zum Ausverkauf des Sozialismus ab. In der mit bissigem Humor und stimmigen Landschaftsimpressionen erzählten Geschichte bieten nur (Männer-)Freundschaft, die Werte der Kunst und die nachfolgende Generation kleine Hoffnungsschimmer.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
Der mächt'gen Geier Fraß
Pierre-Henry Gomont ; aus dem Französischen von Resel Rebiersch
schreiber&leser (2024)
Die neuen Russen ; 3
108 Seiten : farbig
fest geb.