Dortmunder

John Dortmunder ist ein Edelganove, der sich mit einem großen Raubzug endlich einmal sanieren möchte. Zusammen mit seinem Kumpanen Kelp, einem Autodieb, dessen Neffen Viktor, einem ehemaligen FBI-Agenten, will er eine Bank ausrauben, die wegen eines Dortmunder Umbaus vorübergehend in einen großen Trailer umgezogen ist. Um den Tresor in Ruhe zu plündern, soll der ganze Trailer weggeschleppt werden. Zur Unterstützung werden noch Murch, ein ehemaliger Rennfahrer, und Hermann X, ein Safeknacker, angeheuert. Auch zwei Frauen, Johns Freundin sowie Murchs Mutter, sind mit von der Partie. Tatsächlich gelingt es dem Quintett, die Bank samt Geld und eingeschlossenem Wachpersonal von ihrem Standort zu entfernen. Doch danach geht trotz gründlicher Planung so ziemlich alles schief, was nur schiefgehen kann: Schlussendlich ist die Bank unwiderruflich verloren und die Diebe stehen nur mit einer sehr mageren Beute da. Doch auch die Polizei stellt sich reichlich dämlich an und sucht auch Wochen nach der Tat immer noch nach der spurlos verschwundenen Bank. - Vorlage für die gegen Ende fast slapstickhafte Erzählung ist ein Anfang der 1970er Jahre erschienener Kriminalroman, der 1974 auch als Film im Kino lief ('Klauen wir doch gleich die ganze Bank'). An die auf den ersten Blick etwas eckigen und groben Tuschzeichnungen wird man sich im Laufe der Lektüre gut gewöhnen. Eine unterhaltsame Gaunerkomödie, die als Einzelband im Bestand jedoch sicher einer guten Vermittlung bedarf.

Siegfried Schmidt

Siegfried Schmidt

rezensiert für den Borromäusverein.

Dortmunder

Dortmunder

nach dem Roman Bank Shot von Donald E. Westlake ; Zeichnung: Jesús Alonso Iglesias ; Szenario: Doug Headline ; aus dem Französischen von Resel Rebiersch
schreiber&leser (2026)

noir
120 Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 625332
ISBN 978-3-96582-234-4
9783965822344
ca. 24,80 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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