Mein fuchsteufelswilder Stinkesauer-Tag
Für Bella beginnt der Tag mit Gebrüll „Raus aus meinem Zimmer!“. Und so geht es weiter. Ihr kommt alles quer, egal ob es um das Frühstücksei, die Schuhe, beim Einkaufen oder Spielen ist. Ihre Wut richtet sich an jeden und an alles. Zu heiß,
zu kalt zu dies, zu das. Sie schreit bei jeder Gelegenheit und wirft sich auf den Boden. Erst abends nach dem Vorlesen im Bett wird sie ruhig und hat auch eine Entschuldigung: Sie hatte heute einen „Fuchsteufelwilden Stinkesauer-Tag“. Man sieht dem kleinen Mädchen auf den Bilderbuchseiten zu, wie sie überall mit offenem Mund in Großbuchstaben schreit. Sehr gelassen reagiert ihre Mutter, nimmt es hin, ohne zu strafen, und verspricht ihr, dass der nächste Tag bestimmt ein besserer wird. Und genau so ist es. Am nächsten Tag ist Bella ein fröhliches und ausgeglichenes Kind. – Mit klarer Bildsprache beschreibt das Buch auf kindgerechte Weise diese Tage, die wir alle kennen. Das Herausragende an dieser Bilderbuchgeschichte ist, Bella dabei zuzusehen und aus der Beobachterrolle heraus ein Mitgefühl für die kleine Bella zu entwickeln. Dabei helfen die aussagestarken Bilder, denn neben Bella mit ihrer miesen Laune lässt sich an den Gesichtern der anderen das Unbehagen erkennen. Beim Betrachten und Vorlesen ergeben sich viele Gesprächsanlässe. Die Botschaft ist wichtig: du bist nicht immer so, du bist morgen wieder fröhlich und ich liebe dich auch an stinkesauren Tagen. Das macht Mut und gibt Gelassenheit. Ein grandios gutes Buch über die Gefühle, die uns manchmal den Tag versauern.
Manuela Hantschel
rezensiert für den Borromäusverein.
Mein fuchsteufelswilder Stinkesauer-Tag
Rebecca Patterson
Kraus Verlag (2024)
[40] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3