Herrn Specht geht's schlecht
Herrn Specht geht’s schlecht. Er hat Kopfschmerzen. Das kommt vom Klopfen, sagt der Arzt. Und fliegen darf er vorerst auch nicht, weil ihm schwindelig werden könnte. Sein Freund, der Maulwurf, meint, Fliegen und Klopfen sei total out. Buddeln dagegen
sei schwer angesagt. Mach doch mal was anderes, meint der Maulwurf. Du könntest Pilot werden, dann kannst du immerhin fliegen. Aber keiner der Vorschläge trifft auf die Zustimmung des Spechtes. Spechte müssen klopfen. Und fliegen. Mitten in ihrer Diskussion übers Fliegen und Klopfen und über Löcher, die dabei entstehen und die es auch anderswo noch gibt, fällt der Specht in ein Loch in der Straße. Das bringt ihm eine Gehirnerschütterung, ein verstauchtes Bein und einen gebrochenen Flügel ein. – Die Geschichte, die sich im Wesentlichen im Dialog zwischen Specht und Maulwurf bewegt, spielt nicht im Wald, sondern in der Stadt. Die nüchterne, minimalistische, in Grautönen gehaltene Illustration unterstreicht die missliche Lage, in der sich die Tiere befinden, und aus der sich ein eher ungewöhnliches Ende ergibt. Es ist das erste in Deutschland erschienene Buch des vielfach ausgezeichneten norwegischen Bilderbuchautors und Illustrators Ragnar Aalbu. – Sehr gerne empfohlen!
Christiane Raeder
rezensiert für den Borromäusverein.
Herrn Specht geht's schlecht
Ragnar Aalbu ; aus dem Norwegischen übersetzt von Katrin Frey
Kraus Verlag (2025)
[48] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5