Zerrissenheit
In sechs Kapiteln verschlägt es die sechs Überlebenden des Expeditionsteams auf der Suche nach einem Virus-Antidot in unterschiedliche Zonen eines Amerikas der Zukunft. Charlotte und Valentina landen auf mehreren geschichtsträchtigen Schlachtfeldern
der US-Geschichte, wo sie immer wieder durch die Hand von Uncle Sam Elgin sterben. Nicht immer bewegen sie sich dabei in Richtung Zukunft. Charlotte und Daniel Graves finden sich teils als gefeierte Helden, teils als gesuchte Verbrecher wieder, was (meistens) der Supercomputer Aurora steuert. Im siebten Heft, dem Special über den mutierten Verfolger „Destiny Man“, wird dessen Hintergrundgeschichte und seine Verwandtschaft zu den Graves enthüllt. – Das Duo Camuncoli und Grassi setzt sich kritisch mit der gewalttätigen US-Historie auseinander. Ebenso kann man Parallelen zu aktuellen Entwicklungen wie dem Sturm auf das Capitol bei der gesteuerten Hetze auf einige Figuren entdecken. Die Charaktere müssen stets neue Herausforderungen bewältigen, was die Serie (zuletzt: BP/mp 23/188) fesselnd und unvorhersehbar, manchmal aber auch unüberschaubar erscheinen lässt. Erneut überzeugt der oft dynamische Seitenaufbau etwa in Form einer Spirale.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
Zerrissenheit
Text: Scott Snyder & Charles Soule ; Vorzeichnungen/Layouts: Giuseppe Camuncoli ; Tuschezeichnungen: Leonardo Marcello Grassi ; Übersetzung: Christian Heiss
Cross Cult (2023)
Undiscovered country ; Band vier
[unpaginiert] : farbig
fest geb.