Die Feenhirtin
Lucies Umzug zu Verwandten in die Normandie wird zu einer Herausforderung: ihr Onkel möchte sie gar nicht sehen, ihr Cousin ist unerträglich von sich eingenommen, nur ihre Tante Rose scheint sich um sie zu bemühen. Merkwürdige Zeichen beschwören
eine düstere Bedrohung und Verderbnis herauf, von der besonders die im Garten lebenden Feen betroffen sind. Lucie trifft die junge Fee Marigold, die sie mitnimmt in ihr bedrohtes Reich; denn das scheint dem Untergang geweiht zu sein, da ihr beschützender Feenhirt verstarb. Zunächst wehrt sich die Feen-Königin Flora gegen die Sehrgroße – Feen-Begriff für Menschen. Marigold dagegen hat in Lucie schon bald die Retterin für die Feen erkannt und Lucie entdeckt immer neue dunkle Geheimnisse der Schlossbewohner. Schlüssel zu allem Unheil scheint der Schlossherr zu sein, allem Anschein nach ein Feenmörder. Ein Fluch hat ihn und seine Familie befallen, so dass alle von ihnen berührten Pflanzen verrotten. Den Sohn kann Lucie mit Hilfe der Fee heilen. Doch weitere Bedrohungen liegen über dem Schloss. Das Thema ‚nicht willkommene, fröhliche Besucherin kommt in ein düsteres Schloss‘ erinnert an Burnett: Der geheime Garten (Comicversion: BP/mp 24/661). Bei vorliegendem Buch kommen Fantasy-Elemente und eine düstere Bedrohung dazu, wodurch die empfehlenswerte Altersgrenze nach oben verschoben wird. Spannend, mit grafischen Elementen von Manga-Zeichnungen, aber sehr viel detailreicher, ist diese Reihe ein interessantes Angebot für ältere Kinder, m.E. nicht vor 10 Jahren, und Jugendliche – weitere Bände sollten eingeplant werden.
Lotte Schüler
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Feenhirtin
Szenario: Audrey Alwett ; Zeichnungen: Nora Moretti ; aus dem Französischen von Tanja Krämling
toonfish (2024)
Der Garten der Feen ; 1
62 Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10