Die kleine Königin
Im ersten Band (BP/mp 24/928) erfuhr Lucie von ihrer Berufung als Feenhirtin. Als solche muss sie die Feen vor Unheil bewahren. Der Schlossherr Edgar Caraval erweist sich als skrupelloser Feenjäger. Er weiß um die Macht der Feen, Wünsche zu erfüllen,
und möchte durch sie zu Reichtum gelangen. Dabei ist ihm egal, dass für Feen eine Wunscherfüllung den Tod bedeutet. Seine Frau, Lucies Tante, steht unter seinem Einfluss. Beide haben den alten Schlossherrn, Lucies Vater und ebenfalls ein Feenhirt, ermordet, um so zu Reichtum zu gelangen – allerdings kann Edgar keine Feen mehr sehen. Doch als Lucie seinen schwerkranken Sohn Achilles heilt, weiß er, die Feen sind noch im Garten. Und Achilles kann die Feen sehen, fängt zwei von ihnen und will dadurch den Respekt seines Vaters erlangen. In dieser Gemengelage aus skrupelloser Gier und Geltungssucht versucht Lucie alles, um den rettenden Umzug der Feen zu organisieren, und beweist dabei den Skeptikern unter den Feen ihre Fähigkeiten. Der Kontrast zwischen den grazilen, fröhlichen Feen und dem dunklen, hasserfüllten Gesicht des Schlossherrn ist durch die Grafik eindrucksvoll gelungen und zieht die Lesenden in den Bann der Geschichte. Weitere Bände mit der Fortsetzung sollten eingeplant werden.
Lotte Schüler
rezensiert für den Borromäusverein.
Die kleine Königin
Szenario: Audrey Alwett ; Zeichnungen: Nora Moretti ; aus dem Französischen von Tanja Krämling
toonfish (2024)
Der Garten der Feen ; 2
66 Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10