Das Unglück am Djatlow-Pass
Sieben meist junge Männer und zwei Frauen auf einer Wanderexpedition verloren auf bis heute ungeklärte Art und Weise im Januar 1959 ihr Leben. Bewegt von ihrem Schicksal, lässt Cédric Mayen den Staatsanwalt Lew Nikitisch Iwanow unter Aufsicht der
Regierung und nicht ganz freiwillig einen Monat nach Verschwinden der Expeditionsteilnehmer:innen Ermittlungen vor Ort aufnehmen. Einige Details zu der Unternehmung erhält er von Juri Judin, der aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht teilnehmen konnte. Nachdem bereits das Zelt geortet wurde, entdeckt das Ermittlungsteam nach und nach die Leichen der Männer und Frauen. Doch statt einer Erklärung für die Ursache ihres Todes ergeben sich weitere Fragen: Warum wurde das Zelt aufgeschlitzt? Wieso sind die Teilnehmer:innen spärlich bekleidet? Was hat ihre teils unerklärlichen Blessuren hervorgerufen? Iwanow wird letztendlich gezwungen, die Ermittlungen einzustellen und es bleibt offen, wer oder was für den Tod verantwortlich war. Ein Naturereignis, militärische oder extraterrestrische Intervention? - Dieser Comic-Thriller, der allein durch die reduzierte Farbgebung in Sepiatönen und Grauabstufungen die Stimmung und auch die Zeitebenen des Geschehens sehr gut wiedergibt, wird neben Mayens im Anhang vorgestellten Verschwörungstheorien und wissenschaftlichen Ergebnissen all diejenigen begeistern, die sich für ungelöste Fälle interessieren. Geeignet für ausgebaute Bestände.
Margit Düing Bommes
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Unglück am Djatlow-Pass
Jandro & Mayen ; aus dem Französischen von Anne Bergen
Splitter (2024)
103 Seiten : farbig
fest geb.