Sterben Frauen anders?

"Es geht hier um Sterben und Tod“, sagt die Bestatterin Hanna Roth in ihrem Vorwort. Sie ist sicher: Wenn beides nicht verdrängt wird, gewinnt die Zeit an Wert, Tiefe, Lebenslust und Freude. Seit dem Tod ihres Vaters Fritz Roth leitet sie zusammen Sterben Frauen anders? mit ihrem Bruder David das Bestattungshaus Pütz-Roth in Bergisch-Gladbach. In ihrem Buch reflektiert sie ihren Berufsalltag und richtet den Blick auf das Sterben von Frauen, die im Schnitt fünf Jahre länger leben als Männer. Hanna Roth erzählt von Frauen, die sich professionell, ehrenamtlich oder künstlerisch mit dem ‚Lebensende‘ auseinandersetzen. Sie blickt auf Verstorbene wie Amy Winehouse, Hannelore Kohl, Queen Elizabeth II. oder Lady Diana. Hanna Roth kommt als Bestatterin nicht nur dem Tod, sondern auch dem Leben der Verstorbenen und ihrer Angehörigen nahe und bezieht es in ihre Arbeit mit ein, denn: Tod und Leben gehören zusammen. Einfache Antworten gibt es nicht, ihr offener Blick lebt von der Vielfalt. Ob ihr der Beruf Freude mache? Ja, sagt sie, und das ist zu spüren. Ergänzt wird das Buch durch Listen über das, was im Todesfall (im Ausland, in Deutschland) zu tun ist und wie eine Bestattungsvorsorge aussehen kann. Ein Buch, das ich sehr empfehlen möchte.

Christiane Raeder

Christiane Raeder

rezensiert für den Borromäusverein.

Sterben Frauen anders?

Sterben Frauen anders?

Hanna Roth
Bonifatius Verlag (2025)

240 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 622782
ISBN 978-3-98790-099-0
9783987900990
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Fa
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