Das verkaufte Land
Da der Boden nicht vermehrbar ist und große Teile davon im Besitz einiger Weniger sind, kommt es, wie ein Blick in die Geschichte zeigt, unvermeidlich zu Konflikten. Gegenwärtig ist der Boden zu einem Spekulationsobjekt geworden zu Lasten der Kommunen
und der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, auch befeuert durch die Subventionspolitik der EU. Trotz der Notwendigkeit, die Weltbevölkerung satt zu bekommen und den Boden zu schonen – Letzteres schafft die industrielle Landwirtschaft nicht – diskutiert der Autor die ökologische Variante und den steuerlichen Spielraum in Deutschland in der Form von Grundsteuer, Erbschaftssteuer oder Bodenwertsteuer. Zum Schluss stellt er den Boden vor als den größten Genpool des Planeten und weltumspannenden Organismus mit Milliarden von winzigen unterirdischen Lebewesen mit ihren komplexen Beziehungen. Der weit gespannte Bericht macht auf vieles aufmerksam und regt zum Nachdenken über ein neues Bodenbewusstsein an.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das verkaufte Land
Dirk Böttcher
brand eins books (2024)
126 Seiten
fest geb.