Die Pinguinforscherin

In der Antarktis zeigen sich die Auswirkungen des Klimawandels besonders stark, nicht nur durch die erhöhten Temperaturen, sondern auch durch den Rückgang der Gletscher. Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Tierwelt, insbesondere die Pinguine. Die Pinguinforscherin Zur genaueren Erforschung der Umstände konnte sich die kanadische Zoologin auf einen Forschungsaufenthalt auf die Ross-Insel in der Antarktis begeben. In der rauen, eisigen und von eintönigem Weiß geprägten Landschaft erforschte sie das Leben der Adélie-Pinguine, die Aufzucht der Jungen, die Suche nach Nahrung einerseits und den Schutz vor Bedrohung andererseits. Besondere Probleme gibt es durch die abschmelzenden Eisschilde, die eine Verlegung der Nester nötig machen. Bei allem wurde ihr klar, wie wichtig die Wissenschaft zum Schutz und zur Bewahrung der Natur ist. Gleichzeitig erlebte die Autorin auch eine Art persönlicher Transformation, die Verbindung zur Natur wurde tiefer, Erinnerungen mussten verarbeitet werden und sie wurde in ungeahnter Weise mit sich selbst konfrontiert. Am Ende des Buches führt sie zehn Dinge auf, „die ich vermissen werde“. Dazu gehören „Die bleiche Schönheit einer monochromen Welt“ und „Die Einsamkeit … die reinste von allen“. Gerade die Erfahrungen mit der eigenen Persönlichkeit sind es, die dieses Buch auszeichnen und es zu weit mehr als einem Forschungsbericht machen. So kann dieses Buch nicht nur naturwissenschaftlich interessierten Lesern empfohlen werden.

Michael Mücke

Michael Mücke

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die Pinguinforscherin

Die Pinguinforscherin

Louise K. Blight ; aus dem Englischen von Petra Kurek
Knesebeck (2026)

365 Seiten : Illustrationen (überwiegend farbig), Karten
kt.

MedienNr.: 624339
ISBN 978-3-98962-080-3
9783989620803
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Na, Bi
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