Der Riese Unta
So viele Jahre wohnt der Riese Unta auf dem Untersberg, dass seine Beine zu Stein geworden sind. Kaum ein Mensch unternimmt den beschwerlichen Aufstieg. So bleibt dem einsamen Riesen nur, voller Sehnsucht auf die unten spielenden Kinder zu schauen.
Der kleine Franz fällt ihm dabei besonders auf. Von den Feen, die in seinem Berg wohnen dürfen, verlangt er, dass sie den Jungen zu ihm bringen. Der aufgeweckte Junge weiß zwar nicht so recht, wie ihm geschieht, doch er ist sofort bereit, dem Riesen Gesellschaft zu leisten und erlebt die wunderbarsten Dinge. Schließlich muss er aber doch wieder nach Hause. Er will seinen neuen Freund jedoch nicht so traurig und allein zurücklassen. Ob der Bürgermeister von Salzburg helfen kann? - Erst nach gut 50 Jahren entdeckte die Tochter der verstorbenen österreichischen Künstlerin Rosita Magnus den Entwurf für dieses Buch, das diese anlässlich der Inbetriebnahme der Untersbergseilbahn 1961 schrieb und illustrierte. Man merkt der Geschichte den "Heile-Welt-Charakter" der damaligen Kinderliteratur deutlich an, aber/und genau das macht den Charme dieses Buches aus. Die Zeichnungen sind fein, aquarellartig, fantasievoll und so voller liebevoller Details, dass sie den sprachreichen, anspruchsvolleren, aber immer kindgerechten Text wunderbar illustrieren. Ein rührendes, liebevolles, nostalgisch anmutendes (Vor-)Lesebuch, das Kindern und Eltern Freude machen wird. Sehr gern empfohlen!
Barbara Nüsgen-Schäfer
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Riese Unta
Rosita Magnus
Kunstschrift (2019)
[unpaginiert] : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4