Essgewohnheiten verändern
Es ist nicht nur die Tatsache, dass man in den meisten Fällen nur scheinbar selbst entscheidet, was, wann, wie und wieviel man an Nahrung zu sich nimmt, die in dem leicht lesbaren und ungewöhnlichen Ratgeber verblüfft. Auch dass verschiedene Persönlichkeitstypen
das Essverhalten stark beeinflussen und das Durchschauen dieses Zusammenhanges helfen kann, seinen Körper und seine Bedürfnisse besser einzuschätzen, ist ein interessanter Ansatz. Beides präsentiert die Autorin, eine Diätologin, anschaulich und überzeugend. Das PCM (Process Communication Model), das eigentlich seine Anwendung in der Kommunikationswissenschaft findet, wird hier konsequent auf die Ernährung angewandt - und so können Macher oder Träumer, Empathiker oder Logiker, Beharrer oder Rebellen für sie passende Strategien entdecken, die ihnen den Zugang zu einem bewussteren Umgang mit Ernährung erleichtern. Es ist kein gewöhnliches Diätbuch mit Rezepten, auch wenn sich durchaus einige zwischen den Buchdeckeln finden, sondern ein Ratgeber mit einem ganzheitlichen Ansatz, der als Anregung sehr empfohlen werden kann.
Susanne Elsner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Essgewohnheiten verändern
Martina Backhausen
Braumüller (2016)
192 S. : Ill.
fest geb.