Tulpenfieber

Noch ist das Spielertableau jedes Spielers leer. Es stellt ein Tulpenfeld dar, eingeteilt in 35 Parzellen, auf denen Tulpen angebaut werden sollen. Die Berechtigung zum Anbau erhält man, wenn das eigene Würfelergebnis vorgegebene Zahlen-Kombinationen Tulpenfieber aufweist. Es handelt sich also um eine Variante des beliebten Kniffel, und wie bei diesem ist der Sieg vor allem vom Würfelglück abhängig. Sieger ist, wer eine bestimmte Anzahl der Parzellen in den unteren beiden, besonders schwierigen Reihen mit Tulpenplättchen bestückt hat. Und das gelingt nur, wenn man sich weitere Würfel zu den vier Startwürfeln erarbeitet hat. Es kommen also einfache, taktische Überlegungen dazu, vor allem für den Erwerb der zusätzlichen Würfel und dafür, dem Würfelglück durch den Verkauf schon angebauter Tulpen auf die Sprünge zu helfen - spieltechnisch darf man zwei schon gelegte Tulpenplättchen umdrehen und dadurch einen weiteren Würfel-Versuch erkaufen. Geübte Brettspieler finden das dauernde Würfeln eher langweilig, auch weil es sich in die Länge ziehen kann. Einen thematischen Bezug sucht man vergebens. Aber wegen der Beliebtheit von Würfelspielen und dem relativ übersichtlichen Spielmaterial (fehlende Tulpen-Plättchen können leicht ersetzt werden) eine schöne Ergänzung im Bereich Familienspiele - die sogar reine Erwachsenen-Runden ohne taktische Ambitionen begeistern könnte.

Lotte Schüler

Lotte Schüler

rezensiert für den Borromäusverein.

Tulpenfieber

Tulpenfieber

Uwe Rosenberg ; Illustration: Roberto Freire
Amigo (2021)

1 Spiel (132 Tulpenplättchen, 10 Bonusplättchen, 7 Würfel, 4 Tulpenfelder, Stoffbeutel, Spielanleitung)
Spiel

MedienNr.: 607374
EAN 004007396021530
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 8
Systematik: KSp
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