Das Dream Hotel

Eine Schreckensvision: Der Staat überwacht im Amt für Risikobewertung mit der Implantation eines KI-gesteuerten Chips die Träume aller Bürger, um mögliche Verbrechen zu verhindern. Als Sara von einer Geschäftsreise zurückkehrt, wird sie zur Das Dream Hotel Beobachtung eingewiesen, da ihre Traumdaten eine Gefahr für ihren Ehemann ergeben haben. Während ihr Mann plötzlich alleine dasteht mit den zweijährigen Zwillingen, lebt Sara in einem Alptraum: Mit den anderen Frauen in ihrer Haftanstalt ist sie vielen Schikanen ausgesetzt, ohne Möglichkeit sich zu verteidigen. Der Kontakt zu ihrer Familie wird bewusst erschwert. Schließlich will man die „Einbehaltenen“, wie sie offiziell genannt werden, hier möglichst lange als billige Arbeiterinnen ausbeuten. Anpassung und Gehorsam scheinen nicht zu wirken. Vergeblich versucht Sara, ihre Unschuld zu beweisen, bis sie merkt, dass sie auf andere Weise für ihre Freiheit kämpfen muss. Allmählich entsteht eine Solidarität unter den inhaftierten Frauen, sie überlegen zu streiken, da ihre Arbeitskraft über die Maßen ausgenutzt wird. Am Ende kommt Sara frei, weil ihre Auflehnung den Frieden in der Anstalt gefährdet hat. – Ein Alptraum-Szenario mit dem Bild einer Gesellschaft, die im Namen der Sicherheit alles opfert. Ein höchst aktuelles Thema, doch ist der Roman mit knapp 500 Seiten etwas zu lang geraten.

Ileana Beckmann

Ileana Beckmann

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Dream Hotel

Das Dream Hotel

Laila Lalami ; aus dem Amerikanischen von Michaela Grabinger
Kein & Aber (2025)

489 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 622711
ISBN 978-3-0369-5083-9
9783036950839
ca. 26,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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