Ein Pakt fürs Leben
1971 erhält der 82-jährige Charlie Chaplin zum ersten Mal an Weihnachten Besuch von einem in einen schwarzen Umhang gehüllten Mann: Gevatter Tod. Der berühmte Komiker will aber noch nicht sterben, er schlägt dem Tod einen Deal vor: Er zieht seine
Vagabundenklamotten an und führt eine seiner alten Nummern für ihn auf. Falls es ihm dabei gelingt, ihn zum Lachen zu bringen, muss der Tod Chaplin ein weiteres Lebensjahr schenken. Der Tod geht tatsächlich darauf ein und Jahr für Jahr folgt nun an Heiligabend das gleiche Spiel. 1977 ahnt Chaplin, dass sein Spiel mit dem Tod wohl zu Ende geht. Vorher will er aber noch einen Brief an seinen jüngsten, gerade einmal 15 Jahre alten Sohn schreiben und darin von seinem schillernden Künstlerleben, das auf faszinierende Weise die magische Welt des Zirkus und das Universum des Films vereint, erzählen. - Fabio Stassi ("Die letzte Partie", "Die Trophäe": BP/mp 09/386, 10/406) erzählt auf unterhaltsame Art und Weise die Geschichte einer großen Filmlegende des 20. Jh. Mit feinem Sinn für Komik setzt der Autor seinen Protagonisten in Szene und führt seine Leser gleichzeitig mit fantasievollen Bildern durch eine Epoche voller Gewalt und Tod. Die originellen Dialoge mit dem Tod und das spannende Briefporträt mit Fakten und Fiktionen aus der faszinierenden Welt des berühmten Künstlers sind für Literaturfreunde eine ansprechende Lektüre mit gutem Unterhaltungswert. (Übers.: Monika Lustig)
Günther Freund
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Ein Pakt fürs Leben
Fabio Stassi
Kein & Aber (2013)
315 S.
fest geb.