Haus aus Wind
Johanna flieht nach der Trennung von ihrer Freundin für zwei Wochen an die portugiesische Algarveküste, doch dann reist sie nicht wieder ab. Sie trifft die Surferin Luz, lernt surfen, gerät in eine Dreiecksbeziehung und versucht, irgendwie ihr Leben
auf die Reihe zu kriegen. Johanna hat seit ihrer Kindheit durchgehend als Synchronsprecherin gearbeitet, ihr geht es schlecht und die vermeintliche Leichtigkeit des Surferlebens fängt sie ein. Aber die scheinbare Idylle hält nicht, was sie verspricht. Der Roman zieht die Lesenden in eine unkonventionelle Welt, präsentiert Dialoge auf Deutsch und Englisch, springt in den Zeiten – Momente aus der Kindheit spielen immer wieder in die Geschichte hinein – und lässt auch Dialoge zwischen Johanna und ihrem Plüschtier Gerd nicht aus. Die Autorin erzählt ungewöhnlich und auch von ernsteren Themen wie Sexismus im Sport oder Homophobie. – Ein eindrucksvoller Debütroman. Empfehlenswert.
Ruthild Kropp
rezensiert für den Borromäusverein.
Haus aus Wind
Laura Naumann
S. Fischer (2024)
331 Seiten
fest geb.