Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt null Prozent

Dr. Hannes Hennes hat ein paar wirklich seltsame Wochen hinter sich und möchte eigentlich nur noch sterben. Seine momentane Lage führt er dabei vor allem auf vier Ereignisse zurück, über die man nach und nach mehr erfährt. Ohne jede Einleitung Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt null Prozent werden die Lesenden mitten ins Geschehen geworfen und der Erzählstil ist in etwa so chaotisch wie Hannes Leben. Episodisch statt chronologisch erfährt man im Verlauf der Geschichte mehr über Hannes und die Ereignisse, die zur momentanen Situation geführt haben. Trotz der eher willkürlichen Anordnung der Kapitel kann man der Handlung gut folgen. Der Inhalt des Romans ist so seltsam wie es der Klappentext verspricht, doch leider nicht ganz so humorvoll. Anstatt einer lustigen Geschichte erzählt der Roman von großen Gefühlen wie Schuld und Trauer unterbrochen von philosophischen Gedanken über den Zufall. Deshalb wirkt die Komik, die in manchen Situationen erschaffen wird, eher unstimmig und schmälert das Leseerlebnis, anstatt es zu bereichern. Somit bleibt eine großartige Romanidee, deren Umsetzung an mancher Stelle etwas holprig geraten ist.

Agnes Schmidtner

Agnes Schmidtner

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt null Prozent

Die Regenwahrscheinlichkeit beträgt null Prozent

Michael Ebert
Penguin Verlag (2025)

239 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 621585
ISBN 978-3-328-60388-7
9783328603887
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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