Alle stellen sich quer (nur ein paar stellen was an)

Vielfalt und Toleranz werden hier großgeschrieben! Gut verpackt in einer spannenden Geschichte klärt die Autorin Isabel Abedi über Xenophobie auf und macht an der Figur von Frau Wagner deutlich, dass von der Abneigung gegenüber dem Fremden schnell Alle stellen sich quer (nur ein paar stellen was an) nichts mehr übrig ist, wenn man sich erst einmal näher kennenlernt. Denn die alleinstehende ältere Dame wird von einem Auto angefahren und ist danach auf die Hilfe ihrer bunten Nachbarschaft angewiesen. Mi, die Zeugin des Unfalls war, macht sich mit ihren Freunden auf die Suche nach dem flüchtigen Verkehrssünder. Zugleich haben die Kinder noch eine weitere Mission, denn die Schrebergartensiedlung, in der sie wohnen, soll einem großen Industriegebäude mit einem riesigen Parkplatz weichen. Den Kindern gelingt es am Ende, einen triftigen Grund für den Baustopp zu finden. Darüber hinaus nehmen Mis Nachforschungen zu ihrem verstorbenen Vater und ihrem unbekannten Großvater in diesem Kinderbuch viel Raum ein, was der Erzählung eine zusätzliche emotionale Tiefe verleiht. Denn die Lücke in ihrer Familiengeschichte beschäftigt sie sehr. Und dann ist sie auch noch zum ersten Mal verliebt ... – Der zweite Band von „Mi mittendrin“ lässt sich problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. Fans des ersten Teils (BP/mp 25/659) dürften sich jedoch besonders über das Wiedersehen mit den liebgewonnenen Figuren freuen.

Franziska Knogl

Franziska Knogl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Alle stellen sich quer (nur ein paar stellen was an)

Alle stellen sich quer (nur ein paar stellen was an)

Isabel Abedi ; Bilder von SaBine Büchner
Arena (2026)

Mi mittendrin ; [2]
276 Seiten : Illustrationen (farbig)
fest geb.

MedienNr.: 624820
ISBN 978-3-401-60690-3
9783401606903
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 9
Systematik: K
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