Der Gott des Waldes

Die 14-jährige Barbara verschwindet im Jahr 1975 aus einem Feriencamp für wohlhabende Kinder im Adirondack Nationalpark. Vor vielen Jahren ist dort auch ihr Bruder verlorengegangen, von ihm fehlt jede Spur. In vielen Rückblenden werden die vergangenen Der Gott des Waldes Ereignisse aufgerollt, nach und nach erschließen sich die Auswirkungen der damaligen Tragödie auf den jetzigen Vermissten-Fall. – Zu Beginn des 560-Seiten-Romans fühlt man sich selbst ein bisschen im Dickicht der vielen Erzählperspektiven und sprunghaften Zeitenwechsel verloren, aber das legt sich mit der Zeit. Die Autorin erzählt diesen literarischen Krimi aus der Sicht einzelner Ferienkinder, verschiedener Camp-Betreuerinnen, der Mutter der verschwundenen Kinder und einer jungen Polizistin, die an dem Fall arbeitet. Durch die vielen Perspektivenwechsel ergibt sich ein umfassendes Gesellschaftsporträt, das unter anderem die sozialen Ungleichheiten und moralischen Abgründe der beteiligten Familien deutlich herausstellt. Dabei hält die Autorin den Spannungsbogen bis zuletzt aufrecht. – Ein fantastisch konstruierter Kriminalfall mit einem Hauch Nostalgie in einem interessanten Setting, sehr lesenswert!

Franziska Knogl

Franziska Knogl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der Gott des Waldes

Der Gott des Waldes

Liz Moore ; aus dem Englischen von Cornelius Hartz
C.H.Beck (2025)

589 Seiten : Karten
fest geb.

MedienNr.: 621382
ISBN 978-3-406-82977-2
9783406829772
ca. 26,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.