Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)

Oma Rosa ist nicht mehr sie selbst. Sie vergisst viel und ist oft verwirrt. Ihre Eltern stammten aus einem italienischen Bergdorf in den Dolomiten, wo das Speiseeis erfunden wurde. Viele ihrer immer weiter verblassenden Kindheitserinnerungen sind mit Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis) der Eisherstellung verknüpft. Ihre Enkeltöchter Ada (9 Jahre) und Rike (11 Jahre) begeben sich daher mit Oma Rosa auf eine heimliche Reise in den Süden, um die alten Rezepte wiederzuentdecken. Begleitet werden sie von Adas Klassenkameraden Bela und seinem Hund Jabou. – Die beginnende Demenz der Oma ist in der turbulenten Handlung anschaulich dargestellt und wird auch häufig in Gesprächen thematisiert. Das könnte auf Kinder, die damit bisher keine Berührung hatten, befremdlich wirken. Als süßes Gegengewicht spielt das Speiseeis in diesem Buch eine ganz zentrale Rolle, so ist z.B. jedes Kapitel einer anderen Eis-Sorte gewidmet. Ob dieses "Sugarcoating" den Kindern das beängstigende Thema Demenz letztendlich schmackhafter macht, ist fraglich. Die Lust auf eine Kugel zuckrig-kühle Erfrischung wird auf jeden Fall beim Lesen kontinuierlich geweckt.

Franziska Knogl

Franziska Knogl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)

Das beste Versteck des Sommers (und jede Menge Himbeereis)

Nora Hoch ; mit Illustrationen von Susanne Göhlich
dtv (2025)

174 Seiten : Illustrationen
fest geb.

MedienNr.: 621156
ISBN 978-3-423-76561-9
9783423765619
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 8
Systematik: K
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