Der Krieger und die Königin
Der mit den Ostgoten und Bayern verbündete Frankenkönig Chlothar schickt 549 seinen illegitimen Sohn Garibald nach Rom, um Frieden mit Kaiser Justitian zu schließen. Als kluger Stratege und Anführer kämpft Garibald gegen verschiedenen Herrschern
dienende Volksgruppen. So befreit er auch die langobardische Prinzessin Waltrada von den Wolfskriegern, ohne zu wissen, dass er Waltrada damit in die Ehe mit dem Sohn des Erzfeindes seines Vaters schickt. Ein zwielichtiger Händler und Spion verhilft Garibald zu einem gut ausgerüsteten Heer, im Gegenzug gelangt er mit der Hilfe seiner verführerischen Tochter an Garibalds Kriegspläne. Doch als Garibald erfährt, dass die verwitwete Waltrada erneut verheiratet werden soll, befreit und heiratet er sie. – Den Großteil der Handlung nehmen Garibalds Kämpfe und sein wachsender Ruhm ein. Klappentext, Cover und Titel spiegeln dies kaum wider. Trotz des Glossars und des gut recherchierten historischen Überblicks erschweren die vielen Handlungsstränge und Figuren, von denen nur einige differenziert gezeichnet sind, die Lektüre ebenso wie die lateinischen Namen der Schauplätze. Jedoch spiegelt dies alles die chaotischen Zustände der Epoche wider. Die Fangemeinde wird es nicht stören.
Adelgudis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Krieger und die Königin
Iny Lorentz
Knaur (2025)
572 Seiten
fest geb.