Wie Treibgut im Fluss

"Wir alle leben unser Leben in den Zwängen und Chancen unseres Wollens, Könnnens und Müssens". Zu dieser Einsicht gelangt Niklas, der Protagonist des Romans. Seit er selbst Vater eines kleinen Jungen ist, beschäftigt ihn die Frage nach seiner Herkunft. Wie Treibgut im Fluss Zur Großmutter väterlicherseits, die sich viel Zeit für ihn nimmt, hat er eine enge Bindung. Er findet heraus, dass seine Pfälzer Vorfahren nach Pennsylvanien auswandern wollten, dann aber am Niederrhein gestrandet sind. Aufschlussreich sind die Briefe, die er im Nachlass der Großmutter entdeckt. Sie gewähren ihm Einblicke in ihre Lebensgeschichte und in die enge Beziehung zu ihrer besten Freundin. Armut, Entbehrungen, Krieg und Schicksalsschläge bestimmten das Leben dieser beiden Frauen, die mit ihren Sehnsüchten und den auferlegten Zwängen zu kämpfen hatten. Anhand der Informationen aus den Briefen begibt sich Niklas auf Spurensuche und fasst den Entschluss, ein Buch über die Familiengeschichte zu schreiben. – Ein Roman, der sehr eindringlich schildert, was Menschen zur Flucht treibt. Gerne empfohlen.

Gertrud Plennert

Gertrud Plennert

rezensiert für den Borromäusverein.

Wie Treibgut im Fluss

Wie Treibgut im Fluss

Andreas Wagner
Droemer (2024)

349 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 618731
ISBN 978-3-426-28393-6
9783426283936
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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