Und morgen wieder schön

Amanda bricht aus der Eintönigkeit des Friseursalons ihrer Mutter in der Eifel aus, um Karriere in Paris zu machen. Ihr Idol: Karl Lagerfeld. Ihr Traum: Umsetzung maßgeschnittener Frisuren für die Models der Haute Couture. Die Wirklichkeit: Ein Und morgen wieder schön Leben am Rande der Armut, aber mit guten Freund:innen, Ablehnung durch den egozentrischen KL, Schikanen durch ihren egomanischen Lehrherren René, einem Starfriseur. Doch dann sorgt ihr Haarschnitt bei Françoise Sagan für Furore und sie wird zum Star der Coiffeurszene, der Schönen und der Reichen. Ganz anders ihr Neubeginn in Berlin einige Jahre später: Trotz des sehr guten Rufes ihres Salons bleibt die High Society als Kundschaft aus. Stattdessen verleiht die empathische Amanda selbst mittellosen Kundinnen neues Selbstbewusstsein. Als Catherine, Model und Freundin ihrer Pariser Zeit, an Krebs erkrankt, setzt Amanda alles daran, sie mit einer Eigenhaarperücke psychisch zu unterstützen und neue Maßstäbe zu setzen. – Ein empathischer, offener, teilweise erschütternder, aber auch ermutigender Roman. Besonders einige Szenen in Paris verleihen ihm durch Musik und Tanz trotz des allgegenwärtigen "Überlebenskampfes" eine gewisse Leichtigkeit. Dieser Roman Marie Sands, die immer besondere Frauenschicksale (zul. "Wie ein Stern in mondloser Nacht", BP/mp 24/408) erzählt, ist für jeden Bestand sehr empfehlenswert.

Margit Düing Bommes

Margit Düing Bommes

rezensiert für den Borromäusverein.

Und morgen wieder schön

Und morgen wieder schön

Marie Sand
Droemer (2024)

286 Seiten
kt.

MedienNr.: 620622
ISBN 978-3-426-44778-9
9783426447789
ca. 16,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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