Das Sanatorium
Der Plot ist vielversprechend! Einem ehemaligen Sanatorium inmitten der Schweizer Alpen wird durch den Architekten Lucas Caron als Luxushotel neues Leben eingehaucht. Doch als die britische Kriminalistin Elin Warner zur Verlobung ihres Bruders dort
anreist, schlägt nicht nur das Wetter um. Inmitten eines tosenden Schneesturms und ohne nahende Rettung durch die örtlichen Behörden sieht sich Warner mit einem Mord konfrontiert und macht sich auf die Suche nach dem Täter unter den Hotelgästen. Ein Vergleich zu Stephen Kings 'Shining' ist schnell gemacht. Doch trotz ähnlicher Kulisse und einigen weiteren Parallelen ist ein Vergleich mit dem Meister der Spannung nicht möglich. Zu schnell verliert sich die Autorin in einer kaum nachvollziehbaren und konstruierten Geschichte. Spannung will nur an wenigen Stellen aufkommen. Für einen 'packenden Thriller' ist das zu wenig. Auch kann der/die Leserin keine wirkliche Beziehung zur Protagonistin aufbauen. Zu umfänglich sind ihre individuellen Probleme, zu wenig nachvollziehbar ihre Entscheidungen und zu wenig sympathisch jene Personen, die ihr nahestehen. Ein vielversprechendes Romandebüt mit einigen Schwächen.
Sebastian Heuft
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Sanatorium
Sarah Pearse ; aus dem Englischen von Ivana Marinovic
Goldmann (2023)
507 Seiten
kt.