Die Buchhändlerin von Paris

Charlotte Foret hat im Krieg ihren Mann verloren und versucht, im besetzten Paris der 1940er Jahre mit ihrer kleinen Tochter Vivi zu überleben. Die Angst vor der Brutalität der deutschen Soldaten, der Hunger und die Kälte lassen sie fast verzweifeln; Die Buchhändlerin von Paris ihre einzige Zuflucht ist die Buchhandlung, in der sie arbeitet. Nach der Befreiung durch die Amerikaner muss sie miterleben, wie Frauen, z.T. mit Kindern als sog. „Collabos“ brutal geschlagen, geschoren und z.T. getötet werden - grausame Bilder, die sie verfolgen. Auch Charlotte fürchtet um ihr und Vivis Leben, denn sie wird bedroht. Nur mit dem Mut der Verzweiflung und der Hilfe des deutschen Arztes und Wehrmachtsoffiziers Julian Bauer, der sie und ihre Tochter vor Hunger und Krankheit gerettet hat, gelingt die Flucht in die USA, wo die Geschichte 1954 wieder einsetzt. Charlotte hat einen guten Job in einem Verlag, Tochter Vivi ist herangewachsen und fängt an, nach ihrer Herkunft zu fragen - ein Thema, das Charlotte verdrängt hat. Doch die Erinnerung an Julian, in den sie sich wider Willen verliebt hatte, lässt sich nicht löschen. Eine Liebe zwischen Misstrauen, Angst und Zärtlichkeit. Charlottes Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: den 1950er Jahren in New York und der Kriegszeit in Paris. Ein Roman voll im Trend - die Geschichte einer Frau, die den Horror im besetzten Paris mit einer Lüge überlebt hat und fürchten muss, dass ihr Geheimnis das neue Leben zerstören könnte. Bestens geeignet.

Ileana Beckmann

Ileana Beckmann

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Buchhändlerin von Paris

Die Buchhändlerin von Paris

Ellen Feldman ; aus dem Englischen von Thomas Stegers
Goldmann (2022)

350 Seiten
kt.

MedienNr.: 609305
ISBN 978-3-442-49179-7
9783442491797
ca. 12,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.