Der Tote im Eisfach
Es ist wie verhext: Auf einer Reise wird Dr. Siri, der einzige Leichenbeschauer im sozialistischen Laos, von einer Gruppe Rebellen gekidnappt. Sie erhoffen sich Hilfe durch Dr. Siris bekannte Fähigkeit, mit Geistern zu kommunizieren. Gleichzeitig
entdeckt Siris fähige Assistentin Dtui in der Hauptstadt bei einer Autopsie in einer Leiche eine Handgranate, die offensichtlich für ihren Chef bestimmt war. Zwei mysteriöse Rätsel harren ihrer Lösung. - Laos in den 70er Jahren war ein kommunistischer, von der Außenwelt völlig abgeschnittener Staat. Hier lässt Cotterill, selbst in Thailand lebend, auch im fünften Band seiner Serie ein Stück asiatische Geschichte lebendig werden. Sein Roman ist von höchst skurrilen Charakteren bevölkert, allen voran Dr. Siri, der dank guter Kontakte zur laotischen Geisterwelt seine Fälle auf verblüffende Weise zu lösen vermag. Wie alle Bücher der Reihe überzeugt auch dieser durch eine durchdachte Story, die viel Hintergrundwissen vermittelt und dabei sehr unterhaltsam ist. Nicht nur für Fans der Serie gerne empfohlen! (Übers.: Thomas Mohr)
Beate Mainka
rezensiert für den Borromäusverein.

Der Tote im Eisfach
Colin Cotterill
Manhattan (2012)
283 S.
fest geb.