Die Lange Erde

Terry Pratchett, der Autor der international bekannten Scheibenwelt-Romane, und Stephen Baxter wagen ein Gedankenexperiment: Was wäre, wenn wir in einer von (unendlich) vielen parallel existierenden Erden lebten und nur ein kleiner Schritt uns von Die Lange Erde der nächsten Erde trennt? Statt in einer Welt mit sich erschöpfenden Ressourcen, zerstörten Landstrichen und gesellschaftlicher Ungleichheit zu leben, gäbe es so die Möglichkeit, auf einer anderen Erde noch einmal neu anzufangen. Was auf den ersten Blick beinahe zu irritierend surreal wirkt, entfaltet auf den zweiten eine grandiose Sogwirkung. Der Leser folgt mit Neugier den Abenteuern derjenigen Pioniere, welche die Autoren auf Expeditionen in die neuen Welten schicken. Schnell verstrickt man sich in den Überlegungen, was wohl die Folgen einer solchen Vielzahl von Erden für die Menschheit wären. Vor allem die Tatsache, dass sich die Autoren auch kritisch mit diesem Gedankenkonstrukt auseinandersetzen und fragen, inwiefern das Entdecken solcher Welten tatsächlich eine Lösung für die Probleme auf 'unserer' Welt bietet oder, ob sich diese Probleme nicht einfach unendlich duplizieren würden, macht den Roman, der den Auftakt einer Reihe bilden soll, für jugendliche und erwachsene Leser empfehlenswert. (Übers.: Gerald Jung)

Sebastian Heuft

Sebastian Heuft

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Lange Erde

Die Lange Erde

Terry Pratchett
Manhattan (2013)

397 S. : Ill.
kt.

MedienNr.: 576153
ISBN 978-3-442-54727-2
9783442547272
ca. 17,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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