Der lange Krieg
Seit die Menschheit die Fähigkeit erlangt hat, in Parallelwelten zu wechseln, die Kopien bestimmter Regionen darstellen, hat ein neues Pionierzeitalter begonnen. Auf allen Kontinenten beginnt man, diese Welten zu besiedeln, was dazu führt, dass die
Legitimität herrschender Regierungen in Frage gestellt wird. Der US-Präsident versucht, mit einer Flotte von Luftschiffen, die in der Lage sind, diese Welten zu durchkreuzen, den eigenen Machtanspruch auf 'nahe Erden' deutlich zu machen. Doch die Spannungen nehmen zu und es droht ein Aufstand der neuen 'Kolonien'. - Pratchett greift in diesem Roman auf Versatzstücke amerikanischer Pionierromantik zurück und konfrontiert diese mit modernen zivilisatorischen und technischen Errungenschaften. Das groß angelegte Panorama der Parallelwelten und die Rückblenden in die Vergangenheit der Hauptfiguren überlagert häufig die einzelnen Handlungsstränge und erschwert es, den Überblick zu behalten. Ein eigenwilliger Roman, der jeden Leser, der sich auf seinen epischen Grundton einlässt, faszinieren wird. (Übers.: Gerald Jung)
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Der lange Krieg
Terry Pratchett und Stephen Baxter
Manhattan (2015)
491 S. : Ill.
kt.