Die Familie Aubrey

Die Ich-Erzählerin Rose Aubrey und ihre Zwillingsschwester Mary sind hochmusikalisch; ihre ältere unmusikalische Schwester Cordelia und der geliebte kleine Bruder vervollständigen die unkonventionelle Familie, die permanent in Geldnot ist, weil Die Familie Aubrey der Vater sich ständig an der Börse verspekuliert. Der Mutter Clare gelingt es, die Familie zusammenzuhalten und vor allem die Töchter zu fördern, damit sie später ein unabhängiges Leben führen können. Aus Roses Sicht wird das Alltagsleben der gebildeten Familie detailliert geschildert, die Diskussionen über Literatur und Musik, der tägliche Kampf ums finanzielle Überleben und der Musikunterricht. Rose ist selbstbewusst und glaubt, sich in der streng getrennten englischen Gesellschaft behaupten zu können, sie liebt ihre Eltern, kritisiert und analysiert sie aber auch. So lehnt sie den respektlosen Umgang der Erwachsenen mit Kindern ab und beobachtet altklug ihre Umgebung und den Lauf der Welt. – Rebecca Wests 1957 erschienener erfolgreicher Roman liegt in einer Neuübersetzung vor. Die liebevolle und sehr detaillierte Schilderung des Familienlebens und die feinsinnige Beobachtung der englischen Gesellschaft fordern allerdings eine geduldige Leserschaft, die Freude an der schönen, gewählten Sprache hat.

Ileana Beckmann

Ileana Beckmann

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Familie Aubrey

Die Familie Aubrey

Rebecca West ; aus dem Englischen neu übersetzt von Ute Brammertz und [einer weiteren]
btb (2024)

591 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 621149
ISBN 978-3-442-75977-4
9783442759774
ca. 26,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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