Rosarium
In ihrem Roman in drei Teilen schreibt die dänische Autorin über Frauen, Genderidentität, Natur. Im ersten Teil fliehen und leben Bruder und Schwester im Wald. Irgendwie märchenhaft, aber zugleich streng schildert sie ihr Leben, das immer naturhafter
wird. Ein sehr verwirrender Teil, der in einem eher kindlichen Stil geschrieben ist. Der zweite Teil ist der Brief einer Mutter, Johanne, an ihre Töchter, in dem sie ihre Lebensgeschichte erzählt. Johanne wurde als Johannes geboren, floh ihr halbes Leben und zeugte mit einer Frau aus den Wäldern (dem Kind von Bruder und Schwester) die beiden Zwillingstöchter. Geschlechteridentität und die Botanik bestimmen diesen Teil. Im dritten Teil treffen die Zwillinge nach langer Trennung wieder aufeinander. Das Buch spielt im „Grenzbereich zwischen Realismus und Fantastik“. Es ist speziell, verwirrend, schwierig zu greifen und ganz sicher nicht jedermanns Sache. Empfohlen nur bei besonderem Interesse für anspruchsvolle Stoffe.
Ruthild Kropp
rezensiert für den Borromäusverein.
Rosarium
Charlotte Weitze ; aus dem Dänischen von Ursel Allenstein
btb (2024)
460 Seiten
fest geb.