Hundert Millionen Jahre und ein Tag

Aus Wut auf seine Lehrerin zertrümmert der 6-jährige Stan einen kleinen Felsbrocken und ein kleiner Trilobit, ein 300 Millionen Jahre altes Fossil, schaut ihn an. Seit diesem Zeitpunkt faszinieren ihn Dinosaurierskelette. Jahre später unterbricht Hundert Millionen Jahre und ein Tag er seine Tätigkeit als Paläontologe an der Pariser Universität, als er von einen „Drachen“ erfährt, der tief in einem Gletscher eingeschlossen sein soll. So fährt er mit zwei ebenso begeisterten Freunden in die französischen Seealpen, wo sich am Fuße eines Gletschers angeblich der Höhleneingang befindet. Das Abenteuer wird unterstützt durch den erfahrenen Bergführer Gio, der sich einen alten Schmugglerweg als beste Zugangsmöglichkeit aussucht. – Der Roman lebt von allem, was die Alpenwelt zu bieten hat: unglaublich schöne Landschaften, gefasst in schöne Bilder: einmal „lackiert die aufgehende Sonne den Gletscher wie einen Rennwagen“. Aber auch Regen, Schneefall, Gewitter und Gefahr von Fehltritten oder weggerissene Wege gehören dazu. Die Suche nach der Höhle stellt sich als sehr schwierig heraus. Expeditionsmitglied Peter rutscht in eine Spalte, „der Berg hat sich gerächt“. Kommen die anderen wohlbehalten nach Hause? Die Erzählung springt zwischen Rückblenden, gegenwärtiger Spannung, versetzt mit Halluzinationen hin und her. Ein spannendes und faszinierendes Abenteuer- und Alpenbuch zugleich! Jean-Baptiste Andrea gilt in Frankreich als vielversprechendster Autor seiner Generation. Sehr empfehlenswert.

Berthold Schäffner

Berthold Schäffner

rezensiert für den Borromäusverein.

Hundert Millionen Jahre und ein Tag

Hundert Millionen Jahre und ein Tag

Jean-Baptiste Andrea ; aus dem Französischen von Thomas Brovot
btb (2024)

218 Seiten
kt.

MedienNr.: 618141
ISBN 978-3-442-77440-1
9783442774401
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.