Hochgradig unlogisches Verhalten
Der 16-jährige Solomon hat sich nach einer heftigen Panikattacke in sein Elternhaus zurückgezogen, das er seit drei Jahren nicht mehr verlassen hat. Er hat sich mit seinem einsamen Leben abgefunden und lernt von zu Hause aus für die Schule. Seine
Eltern haben viel Verständnis, aber als eine frühere Schulfreundin ihn besuchen möchte, reden sie ihm gut zu in der Hoffnung, dass sich seine Agoraphobie bessere. Lisa, eine exzellente Schülerin, ist ehrgeizig und von sich selbst und ihren Fähigkeiten überzeugt. Sie will nach der Highschool auf ein sehr gutes College, um Psychologie zu studieren. Dafür muss sie einen Aufsatz über "Meine persönlichen Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen" schreiben. Sie beschließt, sich mit Solomon zu befreunden, um darüber zu berichten. Zusammen mit ihrem Freund Clark gelingt es ihr, Solomons Vertrauen zu gewinnen, ja ihn allmählich aus dem Haus in den Pool zu locken, bis Solomon erfährt, warum sie seine Freundschaft gesucht hat. Da aber hat Lisa längst gemerkt, dass Solomon ihr ans Herz gewachsen und ein echter Freund geworden ist. Doch wider Erwarten hat sich Solomon in Clark verliebt. - Die Geschichte wird abwechselnd aus Solomons und Lisas Perspektive erzählt. Eine sehr einfühlsame Darstellung eines Jungen mit einer schweren Angststörung, eine berührende und auch humorvolle Geschichte über Vertrauen, Freundschaft und Liebe. Für Jugendliche ab 14 und Erwachsene sehr gut geeignet. (Übers.: Andreas Jandl)
Ileana Beckmann
rezensiert für den Borromäusverein.
Hochgradig unlogisches Verhalten
John Corey Whaley
Hanser (2017)
233 S.
fest geb.