Happiness falls
543 Seiten und kleine Schrift – das wirkt abschreckend. Aber dann fängt man an zu lesen, plötzlich ist man auf Seite 143, der nächste Blick zur Seitenzahl: 279. Was ist passiert? Hier haben wir ein Buch, das einen Sog entwickelt, weil es wunderbar
geschrieben ist und exzellent aufgebaut. Es erzählt eigentlich eine einfache Geschichte, d.h. die 20-jährige Mia erzählt sie: Eltern (Vater US-Bürger, Mutter Koreanerin), ein Zwillingsbruder, ein jüngerer Bruder, der Autist ist. Coronazeit. Der Vater verschwindet und wir begleiten Mia zwei Tage bei der Suche. Bei Hoffen und Bangen. Ist der Vater tot? Ist er mit einer Frau durchgebrannt? Hat der kleine Bruder ihn getötet? Rückblicke und verschiedenste Themen, wie nicht sprechende Autisten oder Glückstheorien, passen ins Geschehen und helfen bei der Lösung. Lösung? Ganz wunderbar ungelöst, wird aber nicht verraten. – Eine Entdeckung. Empfohlen für alle Bestände.
Ruthild Kropp
rezensiert für den Borromäusverein.
Happiness falls
Angie Kim ; aus dem Englischen von Wibke Kuhn
hanserblau (2025)
543 Seiten
fest geb.