Mit der eigenen Vergangenheit leben
Ob schöne oder schmerzhafte Erinnerungen, die Vergangenheit ist stets in uns lebendig und beeinflusst unser Leben. Ausgehend von Henri Bergsons intuitiver Sicht auf das Gedächtnis beschreibt der Autor mit vielen Beispielen aus der Literatur und der
Kunst die Gedächtnisarten und deren Wirkungen auf unser Leben und Verhalten. Auf der Flucht vor der deprimierenden, unglücklichen Vergangenheit sind Ablenkungsstrategien wie Trinken oder Arbeiten keine Lösung. Da Vergessen nicht möglich ist, schlüsselt der Autor Therapien und Praktiken auf, mit denen die Vergangenheit neu verarbeitet werden kann, wie z.B. sich an schöne Dinge zu erinnern, neue Erinnerungen zu schaffen oder zu vergeben, um die Last der Ressentiments abzulegen. Diese Ideensammlung kann helfen, die eigene Zukunft positiv zu gestalten.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Mit der eigenen Vergangenheit leben
Charles Pépin ; aus dem Französischen von Caroline Gutberlet
Hanser (2024)
253 Seiten
fest geb.