Wo wir uns treffen

Philip Brooke war ein Tyrann und Egozentriker, aber mit seinem Land verhaftet. Seine Frau Grace hat sich gegen sein Fremdgehen nicht gewehrt und ihn bis zum Schluss ertragen. Das Einzige, was sie verband, war die Liebe zum Land. Ihr Anker und Trost Wo wir uns treffen ist Ned, früher Philips Freund und Studienkamerad, der Grace liebt und im Wald in einem stillgelegten Bus lebt als naturverbundener, philosophierender Hippie. Um die Kinder hat sich Philip auch nie gekümmert, nur den Sohn Milo, von seiner Mutter übermäßig geliebt, früh auf ein Internat geschickt. Milo will die Welt retten und auf dem Gelände des Landguts eine Klinik bauen. Tochter Frannie, die das Landgut geerbt hat, hat sich mit ihrem Vater in den letzten Jahren versöhnt, und beide haben sich in der Renaturierung der Ländereien engagiert. Isa, die Jüngste und Lehrerin in London, hat Eheprobleme. Sie lädt aus einer spontanen Eingebung heraus die Tochter der langjährigen Geliebten Philips zur Beerdigung ein. Clara klärt dann die Familie über die Verstrickung der Familie Brooke in den Kolonialzeiten auf. Wie die Familie nach langen Streitereien wieder zusammenfindet, ist detailliert und einfühlsam dargestellt, vor allem die Liebe zur Natur und die vielen atmosphärischen Beschreibungen. – Ein wunderbar komponierter Familienroman über Beziehungen, über die Liebe zur Natur und über historische Verantwortung – feinfühlig und packend bis zum Schluss.

Ileana Beckmann

Ileana Beckmann

rezensiert für den Borromäusverein.

Wo wir uns treffen

Wo wir uns treffen

Anna Hope ; aus dem Englischen von Ulrike Kretschmer
Hanser (2025)

445 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 621445
ISBN 978-3-446-28106-6
9783446281066
ca. 25,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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