Das seltsamste Teilchen der Welt

Die Elementarteilchen, aus denen die Welt aufgebaut ist, beschäftigen die Wissenschaft schon lange und viele berühmte Namen sind damit verbunden. Die Existenz eines geheimnisvollen Teilchens, das später den Namen Neutrino erhielt, deutete sich schon Das seltsamste Teilchen der Welt in den 1920er-Jahren an, als man beim Zerfall eines Neutrons in ein Proton und ein Elektron eine scheinbare Verletzung des Energieerhaltungssatzes feststellte. Aber erst 1956 konnte man dieses Neutrinos experimentell nachweisen, obwohl rund 60 Milliarden Neutrinos pro Quadratzentimeter und Sekunde von der Sonne kommend auf die Erdoberfläche treffen. Aber diese Teilchen passieren die Erde und auch unseren Körper meistens ohne eine Wechselwirkung. Um die Natur der Neutrinos wenigstens annährend zu verstehen, brauchte es fast ein Jahrhundert und kann an einigen Wissenschaftlern festgemacht werden. Lise Meitner ist eine davon, andere sind zwar Nobelpreisträger, aber jenseits der Physik eher nicht so bekannt. In leichter Dosierung verabreicht der Autor die physikalischen Phänomene und mit sehr vielen Details beschreibt er die Akteure dieser Entdeckungsgeschichte, von denen viele unter sehr widrigen Lebensumständen und mit großer Liebe zur Wissenschaft gearbeitet haben. Der Autor hat ebenfalls in seiner wissenschaftlichen Karriere an Neutrinos gearbeitet und kann so auf persönliche Begegnungen zurückgreifen. In größeren Beständen für alle, die sich für Physik und ihre Geschichte interessieren.

Ruth Titz-Weider

Ruth Titz-Weider

rezensiert für den Borromäusverein.

Das seltsamste Teilchen der Welt

Das seltsamste Teilchen der Welt

Christian Spiering
Hanser (2025)

331 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 623220
ISBN 978-3-446-28465-4
9783446284654
ca. 28,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Na
Diesen Titel bei der ekz kaufen.