Querfeldein
Arnold, ein Arbeitersohn, muss auf dem elterlichen Hof im Schweizer Grenzdorf Ramsen arbeiten, reißt von Zuhause aus und hält sich mit Gelegenheitsarbeiten (höchstens hundert Tage am gleichen Ort) über Wasser. Als wandernder Geselle gewinnt der
Glückspilz überraschend bei einem Casino-Besuch in Baden-Baden in einer Nacht eine solch riesige Summe, für die sein Vater ein ganzes Jahr hätte arbeiten müssen. Mit dem Geld kauft er ein Bauernhaus und eröffnet darin den Gasthof „Moskau“. Eines Tages kommt eine junge Frau mit ihren Pferden über die Grenze von Deutschland her. Diese Betty heiratet er und bald freuen sie sich über acht Kinder. Im Grenzgasthof ist immer viel los. Vor allem Schmuggler gehen ein und aus. Einer davon, Hermann wird beim Schmuggeln von Zucker, Kaffee und politischen Schriften zunehmend unvorsichtiger und schließlich verraten. Deutsche Polizisten und SS-Männer dringen in Schweizer Gebiet ein und entführen ihn. Doch das lassen sich die Schweizer nicht gefallen. Diese Schmuggler-Geschichte wird von Alex Capus sehr unterhaltsam und dramatisch erzählt.
Berthold Schäffner
rezensiert für den Borromäusverein.
Querfeldein
Alex Capus
Hanser (2026)
285 Seiten
fest geb.