Die Geschichte von Nikolaus
Ein armer Mann hat drei Töchter und jede Menge Sorgen. Er kann seine kleine Familie nicht satt bekommen. Jemand rät ihm, die Kinder wegzugeben, doch der Vater wehrt sich entrüstet gegen diesen Gedanken. Da erfährt Bischof Nikolaus, Sohn reicher
Eltern, von ihrem Schicksal. Er will sein Erbe nicht für sich behalten, sondern teilt es mit denen, die Hunger leiden. In der Nacht schleicht er durch die Straßen, legt unbemerkt einen Apfel aus purem Gold vor die Tür des Hauses. Am nächsten Morgen ist die Freude der vierköpfigen Familie unermesslich und noch größer, als bald darauf ein zweiter Goldapfel dazukommt. Bischof Nikolaus möchte unerkannt bleiben, denn er will weiterhin Geschenke an jene verteilen, die in Not sind. Die Neuausgabe des Buches von 2021 hat nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt. Dass es sich hier um eine der bekanntesten Nikolauslegenden handelt, macht das Buch gerade für Kinder besonders zugänglich. Der großformatige Band besticht durch seine Bildsprache und vermittelt auf kindgerechte Weise Werte wie Nächstenliebe und Solidarität. Das Bilderbuch bietet einen wertvollen Zugang zum Nikolaus-Brauchtum, das bis heute lebendig geblieben ist. Es eignet sich hervorragend zum Vorlesen, zur Arbeit in Kindergruppen und zur Einstimmung auf die Adventszeit.
Martina Mattes
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Geschichte von Nikolaus
Susanne Niemeyer ; mit Illustrationen von Nina Hammerle
Herder (2025)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3