Entführt
Yvla hat schon fast vergessen, dass sie als Jugendliche mit drei Freunden ein Mädchen namens Annika vergewaltigt und in den Selbstmord getrieben hat. Plötzlich wird sie von einem Paar entführt, in einen Keller gesperrt, gedemütigt und von dem Mann
vergewaltigt. Es sind Annikas Eltern, die sie quälen. Einer der Vergewaltiger hat ihnen das Verbrechen gebeichtet, als er im Sterben lag. Sie haben die beiden anderen Männer ermordet, nun wohnen sie im Haus gegenüber von Yvla. Auf einem Bildschirm kann sie beobachten, wie ihr Mann und ihre Tochter weiterleben, eine neue Frau in deren Leben tritt und sie vergessen wird. Dies ist die Strafe, weil sie damals auch zugesehen hat. - Dieser Krimi ist kein besonderer Lesegenuss, er ist nicht besonders spannend, und die physischen und verbalen Demütigungen der Gefangenen brutal (was natürlich durchaus real ist). (Übers.: Holger Wolandt)
Ruthild Kropp
rezensiert für den Borromäusverein.
Entführt
Hans Koppel
Heyne (2012)
349 S.
kt.