Die Überflüssigkeit der Dinge

Ina lebt mit Falk in einer WG. In heiter-ironischem Ton philosophieren die beiden über das Sterben, kochen zusammen, gehen feiern. In der WG herrschen eingefahrene Routinen und eine unterschwellige Erotik, die beide nicht missen wollen. Doch spürt Die Überflüssigkeit der Dinge der Leser unter der oberflächlichen Sorglosigkeit Inas Verletzlichkeit: ihre Angst, nicht zu genügen, falsche Entscheidungen getroffen zu haben, zurückgewiesen zu werden. Als ihre Mutter, eine erfolglose Schauspielerin, bei einem Autounfall stirbt, will sie ihren Vater, einen Theaterregisseur, den sie nie kennengelernt hat, suchen. "Eine kleine, schwachsinnige Sehnsucht überfiel mich, nach einem neuen, einem ganz anderen Leben". Sie nimmt einen Aushilfsjob im Theater an, verliebt sich dort in eine junge Schauspielerin, von der sie allerdings schnell wieder verlassen wird. Die Autorin erzählt in ihrem Romandebut sehr einfühlsam von einer Identitätssuche, von den Sehnsüchten einer Frau, ihren Weg und die Liebe zu finden.

Ileana Beckmann

Ileana Beckmann

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Überflüssigkeit der Dinge

Die Überflüssigkeit der Dinge

Janna Steenfatt
Hoffmann und Campe (2020)

236 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 600041
ISBN 978-3-455-98408-8
9783455984088
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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